Die DJ-Branche steht vor einem Wandel durch KI. Wie beeinflusst künstliche Intelligenz Kreativität, Musikproduktion und Live-Events? Erfahre, warum klassische Diskos vom Aussterben bedroht sind und wie zukünftige Events und automatische DJ-Software die Branche revolutionieren werden. Doch in vielen Bereichen ist der Mensch nach wie vor besser als die Maschine.
Kreativität und KI in der Musikproduktion
Musik lebt von Kreativität, aber diese ist nur das Ergebnis zufälliger Verknüpfungen in unserem Gehirn. Warum sollte eine KI in Zukunft nicht auch Kreativität reproduzieren können? Eine weitere Frage ist, inwieweit wir als Hörer bereit sind, Musik von KI zu akzeptieren. Andererseits wird die Musikproduktion immer einfacher; ich brauche heute kein tiefes Verständnis der Musiktheorie mehr. Das macht die Branche schneller, und ich glaube, dass auch die Menge an Liedern, die ein Künstler pro Jahr produziert, weiter zunehmen wird.
Neue Norm: Doppelalben und Remix-Versionen
Vielleicht werden Doppelalben mit 32 Songs, wie „The Tortured Poets Department“ von Taylor Swift, künftig normal sein. Vielleicht erscheinen Songs in Zukunft gleich in fünf oder mehr Versionen, zum Beispiel mit Pop-, EDM-, Hip-Hop-, Afro- und Latin-Remix.
Live-Events: Das DJ-Duo „Tale of Us“ als Vorreiter
Bei Live-Events zeigt uns das DJ-Duo „Tale of Us“, einzeln bekannt als Mrak und Anyma, den Weg. Lichtshows werden zu aufwendigen, cinematografischen Gesamtkunstwerken. Licht, Pyrotechnik und Animationen verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk. Grund dafür ist, dass LED-Leinwände für Veranstalter immer erschwinglicher werden.
Erwartungen des Publikums und klassische Diskos
Ich war vor Kurzem bei einem der Adele-Konzerte in München. 80.000 Menschen, Pyrotechnik und ein 226 Meter langer Monitor: Die Zuschauer sind nachhaltig beeindruckt und nehmen solche Erwartungen an eine Show mit in die Zukunft. Deshalb ist auch die klassische Disko vom Aussterben bedroht, mal wieder. Die Leute haben mehr Lust auf Tagesevents, als immer denselben Club zu besuchen. Nur wenige Clubs können mit ihren Konzepten da mithalten.
Zukünftige Events: Außenbereiche und außergewöhnliche Orte
Ich glaube, dass Events immer mehr draußen und an immer außergewöhnlicheren Orten stattfinden werden. Videotechnik sowie Virtual- oder Augmented-Reality könnten auch eine immer größere Rolle spielen. Ich selbst bin ein wenig traurig, dass das Drumherum immer mehr von der eigentlichen Künstlerin ablenkt.
Herausforderungen und Chancen der KI
Ich sehe mehr Herausforderungen als wirkliche Chancen. Ich nutze KI zwar bereits zur Ideensammlung, welche Lieder ich bei bestimmten Events spielen könnte. Trotzdem ist es wichtiger, dass ich vor Ort das richtige Gefühl für die Stimmung habe, egal welche Titel ich vorbereitet habe.
Die Zukunft der automatischen DJ-Software
Nun wird es aber nicht mehr lange dauern, bis eine automatische DJ-Software auf den Markt kommt. Gerüchten zufolge ist Spotify hier schon sehr weit. Solch eine Software könnte in Bars, auf Firmenfeiern oder kleinen Hochzeiten zum Einsatz kommen, also immer dann, wenn der DJ nicht unbedingt im Vordergrund stehen muss. Am Ende ist es auch immer eine Budgetfrage, ob ich einen DJ buche oder eine Software nutze.
Die größte Herausforderung: Besser als KI sein
Es wird unsere größte Herausforderung sein, so lange wie möglich besser als KI zu sein. Weil das irgendwann nicht mehr möglich sein wird, müssen wir das herausarbeiten, was eine KI noch länger nicht leisten kann: direkte Interaktion mit dem Publikum. Wir müssen noch mehr unsere Persönlichkeit in unsere Arbeit hineinbringen und müssen, schon angefangen bei unserem Equipment, zu einer Marke werden, die auch als solche wahrgenommen wird. Was sind meine Alleinstellungsmerkmale, meine USPs?
Schlussgedanken
Musik lebt von Kreativität, aber warum sollte eine KI diese nicht reproduzieren können? Gleichzeitig wird die Produktion zunehmend einfacher, ich brauche kein Verständnis von Musiktheorie mehr. Das macht die Branche schneller und auch die Menge an Liedern, die ein Künstler im Jahr produziert, wird noch weiter zunehmen. Bei Live-Events zeigt uns das DJ-Duo „Tale of Us“ den Weg, einzeln bekannt als Mrak und Anyma. Licht, Pyrotechnik und Animationen verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk. LED-Leinwände werden immer günstiger und die Erwartungen beim Publikum wachsen, nur wenige Clubs können da mit ihrem Konzept mithalten. Ich glaube auch, dass Events immer mehr draußen und an immer außergewöhnlicheren Orten stattfinden werden.
Persönliche Herausforderungen und Entwicklungen
Ich sehe mehr Herausforderungen als Chancen. Ich nutze diverse KIs bereits zur Inspiration, welche Lieder ich bei bestimmten Events spielen könnte. Trotzdem ist es wichtiger, dass ich vor Ort das richtige Gefühl für die Stimmung habe, egal welche Titel ich vorbereitet habe. Nun wird es aber nicht mehr lange dauern, bis eine KI-gesteuerte DJ-Software auf den Markt kommt. Eine solche Software könnte in Bars, auf Firmenfeiern oder auf Hochzeiten zum Einsatz kommen, immer dann, wenn am DJ gerne mal gespart werden soll. Unsere größte Herausforderung wird es sein, so lange wie möglich besser als die KI zu sein. Zudem müssen wir immer mehr den Kontakt mit dem Publikum suchen, und Auftreten, Musik und Equipment müssen zu einer Marke werden.
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